Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Vorwärts Männer, wir müssen zurück: Komprimieren oder Abbauen?

Mit der Kompression von Javascripten habe ich in letzter Zeit ein wenig Erfahrung gesammelt, aus gegebenem Anlass sozusagen. Dean Edwards sammelt hierzu nocheinmal die Fakten, und hat ein paar gute Tips parat. Es bleibt aber eine Krux: Komprimierung ist super, besser ist es jedoch, von Anfang an mit kleinerem Datenaufkommen arbeiten zu können (das kann man dann immer noch komprimieren). Mit dem Mißverständnis, seit »Web2.0« könne man mit ein wenig Javascript auf Webseiten so ziemlich alles veranstalten, haben zwei wesentlich Fehler Einzug in die Aufgabenstellung am Frontend genommen:

Und so weiter, leider. Da für den Auftraggeber derlei Programmierung oft Voodoo ist, kann er keine Abschätzungen zu diesen Fragen vornehmen, für ihn ist alles immer ganz einfach. Am Ende ist die Seite dann aber zu groß. Ergo: man muss immer schon sehr frühzeitig zum Ausdruck bringen, welche Folgen der massive Einsatz von Javascripten hat und den Aufwand-Nutzen-Faktor stets in Frage stellen. Denn: wenn’s am Ende nicht klappt sind selten die Auftraggeber die Schuldigen…

Hat man den vorzeitigen Einfluss versäumt, vergeigt oder einfach nicht gehabt, kann man immer noch darauf zählen, dass die Zeit die Wunden heilt. Mit anderen Worten: man bietet zur Behebung von Problemen wie bspw. übermäßiger Seitengröße an, die kleinen Javascriptspielereien wieder zurückzubauen. Letztendlich sind es ja nur Spielereien, und eh’ der Auftraggeber seine eigenen inhaltlichen Anteile in Frage stellt, wird er freudig zustimmen. Natürlich muss man ein wenig aufpassen, dass nicht andere mit den Rückbaumaßnahmen beauftragt werden.

6 Kommentare

  1. Das Problem bei einer immer grösser werdenden Anzahl von Web 2.0 Seiten, die mit Javascripten oft überladen sind, ist, das entweder der Seitenaufbau übermäßig lang dauert oder wie in meinem Fall der IE eine Fehlermeldung ausspuckt und den Browser schliesst.
    Wenn man nun noch anfängt zu komprimieren, dürfte der IE noch mehr Probleme bekommen.

  2. Hmm, mit einer gzip-Komprimierung und auch mit den Hash-Tools die Dean Edwards vorschlägt hat IE (wie meine Erfahrung zeigt) wenig Schwierigkeiten. Unter IE7 sinkt die Ladezeit sogar erheblich.

  3. gzip Komprimierung ist mit Sicherheit nicht schlecht, aber vorher sollte man mal ausmisten, nicht jeder Javascript Code wird wirklich auf jeder Seite auch gebraucht…

  4. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Javascript auf vielen Webseiten eingestzt wird wo es gar nicht nötig ist. Java Script kann u.U. mehr Probleme machen als es Nutzen bringt. Im Moment wird so oft das Web 2.0 ausgelobt, aber im Endeffekt sind es ganz einfach nur Webseiten. Man darf bei diesen ganzen “Spielereien” nie vergessen, dass nicht jeder die Scripte auf seinem Rechner aktiviert hat.

  5. Hallo,

    da muss ich Rene recht geben, die Heutige Web 2.0 fasse wird recht mi Javascripten zugebommt..

  6. Javascript ist in den meisten Fällen unnötig und wird meist nur für “Spielereien” eingesetzt die man nicht braucht. User die Javascript abgeschaltet haben klicken oft wieder weg. Das Web 2.0 ist nur ein “Modebegriff”. Dean ist in diesem Bereich wirklich sehr fit, aber man sollte die Problematik bei der Wurzel packen: Wenn es nicht anders geht ist die Verwendung von javascript OK, aber nur dann.