These
Verändert Twitter die Blogs? Zum Schlechten?
Eine These, die mir heute zugetragen wurde.
Wie bitte? Kann doch nicht ernst gemeint sein. Ihr twittert Eure Links jetzt lieber schnell, anstatt zu bloggen? Wäre mir nicht aufgefallen. Weil ihr da Euer Publikum aussuchen könntet—was ihr aber nicht getan habt? Geht ja gar nicht.
Vielleicht verstehe ich das jetzt falsch, aber mein Blog ist mein Blog ist mein Blog. Oft getreten, vernachlässigt und liegen gelassen, aber doch nicht wegen Twitter! Twitter, das ist doch da, wo ich hintweete, dass ich gerade Kaffee trinke, wo andere mitteilen, dass sie jetzt aufs Klo gehen oder auf den Bus warten. Wo real-time-communication läuft, auch wenn das Konferenz-LAN nicht funzt. Vielleicht EM-Twittern. Dort wo alles schnell hoch- und noch schneller verkommt. Da verstehe ich jetzt unter Twitter.
Da würd ich nix reinschreiben, das ich eigentlich in mein Blog schreiben würde. Was wären das denn auch für Einträge. Nee… ein wenig mehr Substanz sollte schon jedes Blog haben. Punktum.
Twitter verändert nur Blogs, die eigentlich im Kern sowieso nur Link-Sammlungen sind. Twitter ist das McDonalds, während gute Blogs noch immer der Edel-Italiener um die Ecke sein können. Es ist leichter mit Twitter fehlende Substanz zu verschleiern, als mit mehr als den 140 Zeichen.
Twitter-Feeds sind ein rieges Log von mIRC-Channels, die schon früher niemand gelesen hat. Blog-Ersatz kann es jedoch nicht sein.