Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Nochmal Buzz

Wir haben ja jüngst hier schon diskutiert wie (schlecht?) Google Buzz eingeführt wurde. Und es hat in den letzten Tagen viel Kritik an Google gehagelt, eine gute (englischsprachige) Zusammenfassung der Probleme hat Suw Charman-Anderson geliefert. Und Google hat wohl auch schon ein wenig reagiert. Trotzdem muss ich eins feststellen: trotz aller Kritik, ich nutze Buzz schon vollümfänglich. Und hey, ich bin kein Google Fanboy.

Trotzdem, Google hat mich dort angetroffen, wo ich eh’ schon war. Ich schrob ja schon, dass der Google Reader ein regelrechte[s] Ökosystem mit Freunden und Kollegen für mich darstellt, in dem gegenseitig Leseempfehlungen hin- und hergetauscht werden. Die absolut logische Fortführung dieses Konzepts ist Google Buzz. Mehr Müll in der Inbox, mehr Ablenkung von der Arbeit, mehr Vermischung von social activities mit privaten Dingen – stimmt ja alles. Aber mal im Ernst: ich krieg trotz aller Filter noch soviel nutzloses Zeug in meine Mailbox, da bin ich doch schon lange der deutsche Meister im Contentfiltern, da lach’ ich doch über etwas mehr Buzz (und das ist keine Aufforderung mir fleissig mehr unaufgeforderte Angebote für Websitekooperationen zu schicken, danke). Und ich habe bei Twitter gelernt, dass man zwar 1000 Leuten followen, aber nicht folgen kann. Und bei meinem kurzem Experiment mit Foursquare habe ich gelernt, Freundschaftsanfragen abzulehnen.

Ich komme mal zum Punkt: natürlich darf es bei einer solchen App keine Privacy-Probleme geben, die müssen beseitigt werden. Aber: das Heulen und Zähneklappern, das man nun allenthalben zu lesen bekommt, ist auch nichts anderes als die verschreckte Ablehnnung gegen das Internet, wie sie einige Holzjournalisten vertreten. Keine Panik Leute: es gibt einen Schalter »turn off buzz«. ;)

5 Kommentare

  1. Der allergrößte Scheiß ist, daß man Buzz mit Twitte, dem Reader etc connecten kann. Jetzt les ich (besser: muss ich irgendwie ignorieren) ich auf einmal Feeds und Tweets, ich nicht abonniert habe / denen ich nicht followe.

    Aber ich bin guter Dinge, daß Filter kommen, die Buzzes by twitter, by reader oder allgemein by source aus dem Stream schmeißen.

  2. Super! Search Operators in der Suche! Da kann ich mir meine Buzzes ja gleich auf die Kommandozeile ausgeben lassen, anschließend ausdrucken und zukünftig bei metager suchen ;)

    Ich muss auch präzisieren: Das Problem ist eigentlich auch nicht der Content, der in den Buzz-Stream gelangt. Dem ich bei Buzz folge, dem folge ich ‘grundsätzlich natürlicherweise’ ja auch im Reader evtl. auch bei Twitter und ggf. auch seinem Blog direkt. Das Problem sind die Redundanzen: Jemand bloggt was, ich lese seinen Feed. Und wenn es empfohlen wird, dann auch dort -- das kriegt man mit dem Reader ja sehr gut unter einen Hut.

    Aber: Er verbreitet das automatisch via Twitter. Dann gibt’s auch noch’n Tweet (manchmal merkt man erst nach Klicken auf bit.ly, daß man das schon hatte). Und dann landet der Tweet und die Feedreaderempfehlung in Buzz zwischen all dem anderen Kram, der neu und deshalb interessant ist.

  3. Ergänzung: Der Blogeintrag selbst landet selbstverständlich auch noch direkt im Buzz.

  4. Ok. Echos sind ein Problem:

    One thing that gets really annoying is echoes of content from the same source. For example, if you are importing your Google Reader items to Twitter and you are also importing Twitter to Google Buzz, users will see your shared Google Reader items twice. Same goes for FriendFeed (it’s usually a safe bet to not import FriendFeed into Buzz, unless you’re just posting original content there). Just make sure you’re bringing the good stuff just once to your buzz community.

    http://jungleg.com/2010/02/11/five-tips-to-thrive-on-google-buzz

    Schöner wäre natürlich ein Merging…