Dojo Pipes
Nur weil ich in letzter Zeit schon soviel zu Dojo und Yahoo! abgelassen habe, ganz kurz:
Yahoo Pipes Support in Dojo [via Ajaxian].
Nur weil ich in letzter Zeit schon soviel zu Dojo und Yahoo! abgelassen habe, ganz kurz:
Yahoo Pipes Support in Dojo [via Ajaxian].
Ebenso macht schon wieder Yahoo! mit seinem YUI von sich reden, diesmal mit einem neuen Service: YUI Hosting (YUI Blog | YUI Hosting Seite), natürlich frei, wie in Freibier. Das kann insofern sinnvoll sein, dass man immer Zugriff auf die aktuellsten Versionen von YUI bekommt, ausgeliefert von einem Yahoo!-Server in Deiner Nähe, noch dazu auf äusserste gzipped. Yahoo! verspricht das dadurch die YUI-Files (JS, CSS und Bilder) schneller geladen werden können, als täte man sie vom eigenen Server liefern. An der Stelle bin ich mir nicht ganz sicher, ob ein gut konfigurierter eigener Server nicht doch im Vorteil ist… das müsste man mal testen, wie das YUI-Blog auch empfiehlt.
Nichtsdestotrotz, mir gefällt die Art, wie Yahoo! mit der YUI-Bibliothek umgeht: neben dem Schritt in den Open Source (vor etwa einem Jahr), der guten Dokumentation und den hervorragenden Tutorials (inklusive Videos), versteht sich Yahoo! immer mehr darauf, den pragmatischen Entwickler anzusprechen, ohne dabei zu nerven. Da liegt man IMHO deutlich vor Google. Schlussendlich lese ich solche Aussagen wirklich gerne, weil sie den Kern dessen beinhalten, was kapitalistische Unternehmen bei ein wenig gutem Willen zur Open-Source-Gemeinschaft beitragen können, anstatt immer nur zu nehmen.
We’re opening up the service of YUI from Yahoo! servers for the same reasons we open-sourced YUI in February: Yahoo! is quintessentially a web company. The progress being made by developers in richness and usability today is healthy for the web and, by extension, good for Yahoo! We want to do everything we can do to enhance that evolution — whether it’s opening up YUI, hosting YUI files, or creating best-of-breed APIs like the recently-announced Browser-Based Authentication system.
At the end of the day, this step has a small incremental cost to Yahoo! while providing a valuable ease-of-implementation advantage to many developers. Serving YUI from Yahoo! servers won’t be the right decision for all implementers; if you’re aggregating or customizing YUI source code and serving it from a highly performant host, there will be little reason to switch. However, for some implementers the provision of free, robust, edge-network hosting will have significant upside.
Ziehen wir von diesen Aussagen 50% Marketing-Sprech ab, ist das immer noch ungefähr das, was ich im Sinne habe, wenn ich mich auf der Arbeit für den Einsatz von und für Open Source Produkte entscheide.
Mein Lieblingsbrowser auf dem Handy, Opera Mini bekommt schon wieder ein Update spendiert und steht nun bei Version 3.1. Es wurden hauptsächlich Fehler behoben, ausserdem Anpassungen für bestimmte Telefone und vor allem bestimmte Provider vorgenommen; Improved connectivity for BlackBerry devices that uses the carriers T-Mobile, Cingular and Vodafone, das dürfte eine wichtige Verbesserung auch in unseren Breiten bedeuten. Als einziges neues Feature wird eine Verbesserung des RSS-Feed-Management beworben, das war wohl auch dringend nötig. Andererseits, selten habe ich mich über ein Feature in einem Webbrowser so gefreut, wie die Unterstützung von RSS-Feeds in Opera Mini 3. Dass Opera dort weiter ausbaut, halte ich für ein gutes Zeichen.
Eben kommentiert Herr T:
In deinen Feed tauchen mehr Artikel auf, als hier veröffentlicht. Sie scheinen alle den Autor couchblog zu haben.
So ist es. Die zusätzlichen Items stammen aus meinen del.icio.us-Bookmarks und (seltener) aus meinem flickr-Account. Feedburner ist so nett und burnt die einzelnen Feeds zusammen. Das der Autor »couchblog« heisst, hat historische Gründe.
Gleich ein Riesenhüpfer in der Versionierung macht Yahoo! mit der neuen YUI-Version: von 0.12.2 geht’s zweks Verschmelzung mit der Yahoo!-internen YUI-Version direkt auf 2.2.0, was auch mehr den wirklichen Release- und Entwicklungsstand widerspiegelt (und sich vom Web2.0 Beta-Image verabschiedet).
Die Features sind dabei sicherlich spannender als die Hausnummer: als experimentelle Erweiterung ist der History-Manager hinzugekommen, ein weiterer Versuch, die Vor- und Zurückknöpfe des Webbrowsers in JS-Applikationen zu nutzen und vor allem funktionieren zu lassen. Ausserdem gibt es zwei neue Controls, nämlich ein für Datentabellen und ein für Buttons. Beide Controls sind aber noch als Beta ausgezeichnet (hmmm, doch wieder Web2.0-style ;) ).
Via: Ajaxian.
Der Zug verlässt den Bahnhof Lübeck und begibt sich auf seine Reise Richtung Großstadt. Am Panoramafentser der 1. Klasse fliegt die verregnete Landschaft Stormans vorbei. Ein kurzer Zwischenstop noch in Rheinfeld in Holstein, dann nimmt der Zug endgültig Anlauf und hebt über eine Wiese und ein paar Schafen hinweg ab Richtung Weltall. Es wird eine Flugstunde.
Firlefanz. Leider hebt der Zug nicht wirklich ab, aber bei dem was aus meinen Ohrknöpfen in die Großhirnrinde dringt, kann man sich das schon vorstellen. Die Flugstunde bekomme ich gerade von Marco Fürstenberg verpasst. Er versammelt viele eigene (und bis dato unreleaste) Tracks zusammen mit Holger Flinsch, Martin Schulte und dem von mir geliebten Dirk Diggler zu einem famosen Mix von über einer Stunde bzw. dem zeitlichen Gegenwert einer Zugfahrt zur Arbeit. Die Strecke würde im Flug natürlich schneller hinter sich zu bringen sein…
Marco Fürstenberg kann man übrigens am Wochenende live erleben, falls man gerade in Berlin ist und die Mixotic-Labelparty besucht.
Lustig: eine meiner Lieblings-OSX-Oberflächenverschönerer The Icon Factory haben sich mit Artis Software zusammengetan um einen echten Time-Waster allererster Güte herauszubringen: Frenzic.
Frenzic ist ein Puzzle-Game, das mich zuallererst an Senso erinnert hat, obwohl die Spielidee eine andere ist: man befüllt unter Zeitdruck die äußeren Felder mit Kuchenteilchen, die im inneren Feld erscheinen; dabei soll man natürlich möglichst viele homogene Farbkreise zusammenstellen, aber auch mehrfarbige Kreise sind erlaubt und bringen Punkte.
Erste Tests gestern abend beweisen: trotz dieser simplen Spielidee ist genug Spielwitz vorhanden, um sich an dem Puzzle festzubeissen. Die Demo läuft leider nur eine Stunde, und die war dann auch schnell verspielt. Um das Spiel freizuschalten muss man $14.95 berappen, ein Preis der klar geht.
Wenn Mr. Zeldman zum Event lädt, dann können einem schon bei der Gästeliste die Tränen in die Augen treten:
Learn from Tim Bray, father of XML; Google’s Jeff Veen; designer Andy Budd of Clearleft; Khoi Vinh, design director at NYTimes.com; Mint creator Shaun Inman; Newsvine CEO/ESPN redesigner Mike Davidson; and messieurs Jason Santa Maria, Eric Meyer, and me [Anm.: Jeffrey Zeldman].
Wow! (© by M$), das nenne ich eine fette Gästeliste – eine $795-Gästeliste sozusagen. Der 5$-Shake unter den Veranstaltungen nachgerade (© by _ben). Da will man doch hin. ;)
Ich überlege gerade, wie ein gleichwertiger Event in Deutschland aussehen würde…
Ich wollte mir ja immer ein Sammlung alter Macs zulegen. Wie das Leben so spielt – sammeln ist ein teures und mithin aufreibendes Hobby, da muss man entweder irgendwann privat Abstriche machen (also auf den Platz für das Sofa zugunsten eines weiteren Rechners eben verzichten), oder man beendet eben seine Sammlungsbemühungen. Meine Freundin versichert mir sowieso ebenfalls oft und gerne, dass sammeln an sich und sowieso total krank und mit schlechtem Chi (Tschie?) behaftet sei, ein weiterer Minuspunkt für das Projekt »jetzt stelln wir uns die Wohnung mit alten Rechnern zu«. Tja, man muss eben auch abgeben können. Und wenn’s denn solche Freude bereitet, dann macht man das doch gern.
Freunde, Bekannte, Kollegen rufen mich gerne mal zu sich an den Arbeitsplatz, präsentieren einen Schnipsel aus einem CSS und schauen mich dann mit einem großen Fragezeichen im Gesicht an und die Frage lautet: »Warum wird das nicht so dargestellt, wie ich das will?« Mal davon ausgegangen, das HTML- und CSS-Code formal richtig sind, kann es ja schon einmal passieren, dass die eine CSS-Regel die andere überschreibt. Nach welchem Muster dies geschieht, das ist leider Gottes für so manchen der an CSS herumschraubt ein böhmisches Dorf, obwohl ich mir fast sicher bin, dass selbst in »CSS für Dummies« etwas darüber gesagt wurde.
OK, wir wollen ja nicht dumm sterben, deswegen hier nochmal die goldenen Regeln der Spezifität von CSS-Selektoren. Und das geht so: je nach ihrer Spezialität sind CSS-Selektoren von unterschiedlichem Wert oder Gewicht. Ein Beispiel:
[syntax,specificity1.html,html]
Ein passendes CSS dazu könnte so aussehen:
[syntax,specificity1.css,css]
Preisfrage: ist »Hier steht Text« nun grün oder rot? Antwort: rot. Denn #number1 .red p wiegt schwerer als #number1 p. Anders sieht es aus, würde folgendes CSS benutzt:
[syntax,specificity2.css,css]
Nun wird der Text grün gerendert. Das ist kein Hexenwerk, sondern beruht auf einer einigermassen einfachen Berechnung. Je nachdem wie oft ein CSS-Selektor mit IDs, mit Klassen oder mit HTML-Tags ausgezeichnet ist, werden ihm unterschiedliche Werte zugeschrieben. IDs zählen dabei 100, Klassen 10 und HTML-Tags 1, jeweils multipliziert mit der Anzahl des Auftretens. Die obigen Beispiele mal ausgerechnet:
Beispiel1: #number1 p = 1 x 100 + 1 x 1 = 101
#number1 .red p = 1 x 100 + 1 x 10 + 1 x 1 = 111
Beispiel2: #number1 p = 1 x 100 + 1 x 1 = 101
.red p = 1 x 10 + 1 x 1 = 11
Unnötig komplizierter Code wie body #id #subid p span.card hat dann schon ein Gewicht von: 1 + 100 + 100 + 1 + 1+ 10 = 213.
Wer das nicht im Kopf ausrechnen kann oder will, es gibt dann noch eine nette Eselsbrücke. Man zähle zuerst die IDs, dann die Klassen und dann die Tags und schreibe die jeweiligen Werte einfach in dieser Reihenfolge nebeneinander:
body #id #subid p span.card {color: red} /* IDs=2 Klassen=1 Tags=3 = 213 */
[Gefunden in der guten alten WDG HTML Help.]
Damit kann man dann schon ein wenig Spass haben und mit ein wenig Hirnschmalz sein CSS doch einigermassen planen und auch ein Stückweit sprechend gestalten. In meinen aktuelle CSS heisst ein sehr hohes Gewicht immer: diese Regel ist wichtig, sie steht fest, wahrscheinlich im Styleguide, bitte nicht überschreiben. Was für Kollegen die später mit dem Code hantieren schonmal ein Hinweis ist… da könnten sie nun natürlich immer noch mit einem beherzten !important drüber bügeln, aber das müssen sie sich auch erstmal trauen. ;)