Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Der Zug verlässt den Bahnhof Lübeck und begibt sich auf seine Reise Richtung Großstadt. Am Panoramafentser der 1. Klasse fliegt die verregnete Landschaft Stormans vorbei. Ein kurzer Zwischenstop noch in Rheinfeld in Holstein, dann nimmt der Zug endgültig Anlauf und hebt über eine Wiese und ein paar Schafen hinweg ab Richtung Weltall. Es wird eine Flugstunde.

Firlefanz. Leider hebt der Zug nicht wirklich ab, aber bei dem was aus meinen Ohrknöpfen in die Großhirnrinde dringt, kann man sich das schon vorstellen. Die Flugstunde bekomme ich gerade von Marco Fürstenberg verpasst. Er versammelt viele eigene (und bis dato unreleaste) Tracks zusammen mit Holger Flinsch, Martin Schulte und dem von mir geliebten Dirk Diggler zu einem famosen Mix von über einer Stunde bzw. dem zeitlichen Gegenwert einer Zugfahrt zur Arbeit. Die Strecke würde im Flug natürlich schneller hinter sich zu bringen sein…

Marco Fürstenberg kann man übrigens am Wochenende live erleben, falls man gerade in Berlin ist und die Mixotic-Labelparty besucht.

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FrenzicLustig: eine meiner Lieblings-OSX-Oberflächenverschönerer The Icon Factory haben sich mit Artis Software zusammengetan um einen echten Time-Waster allererster Güte herauszubringen: Frenzic.

Frenzic ist ein Puzzle-Game, das mich zuallererst an Senso erinnert hat, obwohl die Spielidee eine andere ist: man befüllt unter Zeitdruck die äußeren Felder mit Kuchenteilchen, die im inneren Feld erscheinen; dabei soll man natürlich möglichst viele homogene Farbkreise zusammenstellen, aber auch mehrfarbige Kreise sind erlaubt und bringen Punkte.

Erste Tests gestern abend beweisen: trotz dieser simplen Spielidee ist genug Spielwitz vorhanden, um sich an dem Puzzle festzubeissen. Die Demo läuft leider nur eine Stunde, und die war dann auch schnell verspielt. Um das Spiel freizuschalten muss man $14.95 berappen, ein Preis der klar geht.

Wenn Mr. Zeldman zum Event lädt, dann können einem schon bei der Gästeliste die Tränen in die Augen treten:

Learn from Tim Bray, father of XML; Google’s Jeff Veen; designer Andy Budd of Clearleft; Khoi Vinh, design director at NYTimes.com; Mint creator Shaun Inman; Newsvine CEO/ESPN redesigner Mike Davidson; and messieurs Jason Santa Maria, Eric Meyer, and me [Anm.: Jeffrey Zeldman].

www.zeldman.com

Wow! (© by M$), das nenne ich eine fette Gästeliste – eine $795-Gästeliste sozusagen. Der 5$-Shake unter den Veranstaltungen nachgerade (© by _ben). Da will man doch hin. ;)

Ich überlege gerade, wie ein gleichwertiger Event in Deutschland aussehen würde…

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Ich wollte mir ja immer ein Sammlung alter Macs zulegen. Wie das Leben so spielt – sammeln ist ein teures und mithin aufreibendes Hobby, da muss man entweder irgendwann privat Abstriche machen (also auf den Platz für das Sofa zugunsten eines weiteren Rechners eben verzichten), oder man beendet eben seine Sammlungsbemühungen. Meine Freundin versichert mir sowieso ebenfalls oft und gerne, dass sammeln an sich und sowieso total krank und mit schlechtem Chi (Tschie?) behaftet sei, ein weiterer Minuspunkt für das Projekt »jetzt stelln wir uns die Wohnung mit alten Rechnern zu«. Tja, man muss eben auch abgeben können. Und wenn’s denn solche Freude bereitet, dann macht man das doch gern.

Freunde, Bekannte, Kollegen rufen mich gerne mal zu sich an den Arbeitsplatz, präsentieren einen Schnipsel aus einem CSS und schauen mich dann mit einem großen Fragezeichen im Gesicht an und die Frage lautet: »Warum wird das nicht so dargestellt, wie ich das will?« Mal davon ausgegangen, das HTML- und CSS-Code formal richtig sind, kann es ja schon einmal passieren, dass die eine CSS-Regel die andere überschreibt. Nach welchem Muster dies geschieht, das ist leider Gottes für so manchen der an CSS herumschraubt ein böhmisches Dorf, obwohl ich mir fast sicher bin, dass selbst in »CSS für Dummies« etwas darüber gesagt wurde.

OK, wir wollen ja nicht dumm sterben, deswegen hier nochmal die goldenen Regeln der Spezifität von CSS-Selektoren. Und das geht so: je nach ihrer Spezialität sind CSS-Selektoren von unterschiedlichem Wert oder Gewicht. Ein Beispiel:

[syntax,specificity1.html,html]

Ein passendes CSS dazu könnte so aussehen:

[syntax,specificity1.css,css]

Preisfrage: ist »Hier steht Text« nun grün oder rot? Antwort: rot. Denn #number1 .red p wiegt schwerer als #number1 p. Anders sieht es aus, würde folgendes CSS benutzt:

[syntax,specificity2.css,css]

Nun wird der Text grün gerendert. Das ist kein Hexenwerk, sondern beruht auf einer einigermassen einfachen Berechnung. Je nachdem wie oft ein CSS-Selektor mit IDs, mit Klassen oder mit HTML-Tags ausgezeichnet ist, werden ihm unterschiedliche Werte zugeschrieben. IDs zählen dabei 100, Klassen 10 und HTML-Tags 1, jeweils multipliziert mit der Anzahl des Auftretens. Die obigen Beispiele mal ausgerechnet:

Beispiel1: #number1 p = 1 x 100 + 1 x 1 = 101
#number1 .red p = 1 x 100 + 1 x 10 + 1 x 1 = 111

Beispiel2: #number1 p = 1 x 100 + 1 x 1 = 101
.red p = 1 x 10 + 1 x 1 = 11

Unnötig komplizierter Code wie body #id #subid p span.card hat dann schon ein Gewicht von: 1 + 100 + 100 + 1 + 1+ 10 = 213.

Wer das nicht im Kopf ausrechnen kann oder will, es gibt dann noch eine nette Eselsbrücke. Man zähle zuerst die IDs, dann die Klassen und dann die Tags und schreibe die jeweiligen Werte einfach in dieser Reihenfolge nebeneinander:
body #id #subid p span.card {color: red} /* IDs=2 Klassen=1 Tags=3 = 213 */
[Gefunden in der guten alten WDG HTML Help.]

Damit kann man dann schon ein wenig Spass haben und mit ein wenig Hirnschmalz sein CSS doch einigermassen planen und auch ein Stückweit sprechend gestalten. In meinen aktuelle CSS heisst ein sehr hohes Gewicht immer: diese Regel ist wichtig, sie steht fest, wahrscheinlich im Styleguide, bitte nicht überschreiben. Was für Kollegen die später mit dem Code hantieren schonmal ein Hinweis ist… da könnten sie nun natürlich immer noch mit einem beherzten !important drüber bügeln, aber das müssen sie sich auch erstmal trauen. ;)

Mit Yahoo Pipes: Mashups für den Rest von uns gibt’s bei Frank Westphal (Extreme Programmer. Ruby on Rails Freelancer. Web 2.0 Technologist.) alles nachzulesen, was man als Unbedarfter über Yahoo! Pipes wissen muss und sollte. Sollte man vielleicht ausdrucken.

Dass auf Netlabeln in der Hauptsache langatmige und unstrukturierte Reason-Tracks veröffentlicht werden ist ein Gerücht, dass sich mal eben gerade wieder selbst wiederlegt. Mit dem japanischen Netzlabel »BumpFoot« nämlich und vor allem mit dessen aktuellen Release von DJ Toshio: The Turntablelist. Housezucker aus dem Land mit dem roten Gummiball im Wappen.

Funky-House, wo bekommt man das noch geboten, ausser in der Werbepause oder in den Klaulisten aktueller Chart-Hits? Eben. Und dazu noch einigermassen tricky getrackt, ich liebe sowas: das hätte ich vor Jahren auf jedenfall mit in die Lounge geschleppt. Und dann hätte ich den sich dort regelmäßig am Donnerstag versammelten drei Gästen Everything is gonna be alright vorgespielt, in meiner unverwechselbaren deepen optimistischen Art. ;)

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So kann eine Newspaperwebsite aussehen. Tja.

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Klassenfahrt

…ach nee, nochmal Schulung. :D

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Wohl sehr demnächst erscheint eine neue Version meines Lieblings-Eclipse-Plugins Aptana, eine Preview-Version ist jedenfalls schon erschienen. Der Knüller: Aptana bringt fortan eine integrierte Version eines meiner Lieblings-Firefox-Plugins mit: Firebug.

Und dann wird’s wohl auch ein Buch über Aptana geben, man sucht allerdings noch nach deutschsprachigen Autoren:

We’re interested in partnering with a German author to write a book about the Aptana IDE. If you’re interested, please contact Ingo at ingo (at) aptana.com.

www.aptana.com

Apropos Bücher: Auch über TextMate, den allerallerallerbesten Editoren für den Mac, wird gibt es ein Buch geben. Das vermeldet das immer lesenswerte TextMate Blog.