Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Das brauch ich demnächst auch noch: Mosewheel Events wie man sie haben will.

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Hey, wie geil, ein Plugin um Google Earth in Webseiten zu integrieren. Das ist ja fantastisch! Und dann für Firefox 2+, Internet Explorer 6 und 7, hurra!

Alles nur unter Windows!

Och neee…

Braucht man ja vielleicht doch mal: 6 Photoshop-Schrifteffekt-Tricks, from scratch, step-by-step.

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Alles über das WordPress Kommentar System, mit Erklärungen, Codeschnipseln, Tricks etc. pp.

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Und jetzt FeierabendSo, nun sitze ich wieder an meinem Schreibtisch/im Regionalexpress von Lübeck nach Hamburg, oder so. War ein netter Ausflug ins Badische die letzten Tage, aber ich muss auch irgendwo feststellen, dass mir das gute Wetter, die netten Karlsruher und das Hotel insgesamt besser gefallen haben, als die Webinale.

Natürlich habe ich nicht alle Sessions besuchen können, vielleicht habe ich eine schlechte Wahl getroffen, aber letztendlich fehlte es mir an der Professionalität. Das Konzept der holistischen Konferenz ist offensichtlich vor allem dazu gut, ein heftiges Kratzen an der Oberfläche zu veranstalten.

Was rettend eingegriffen hat, war allerdings das gleichzeitige Veranstalten der anderen Konferenzen. DLW und IPC haben es am Ende (zumindest für mich) rausgerissen. Wenn ich schon nichts neues zu erfahren fand, gab’s dort wenigstens nochmal ein wenig Futter für mein Hobby.

Eins muss ich noch sagen: Asche auf mein Haupt, aber ich habe die Verleihung der Webinale-Awards verpasst, ich weiss gar nicht genau warum, aber das ist wohl nicht nur mir so gegangen. Karlsruhes Biergärten waren einfach stärker.

Zum guten Abschluss noch ein wenig Kopfrockerei jenseits der Marketing- und/oder Designschiene. Im Rahmen der Dynmaic Language World/International PHP Conference gab es noch zwei Sessions, die ich unbedingt wahrnehmen wollte. Interessanterweise war hier wesentlich mehr los, als auf allen anderen Sessions, bei denen ich bisher war. Hatte mich schon gewundert, wo die ganzen Programmierer abhängen, die hat man einfach die beiden Tage in winzige Seminarräume im Zwischengeschoss zusammengepfercht.

Zunächst habe ich mir etwas über »Advanced Object Oriented Javascript« angehört. Das klang interessant, war es aber auch nicht so richtig, denn es blieb deutlich hinter den beiden von mir zueletzt in dieser Richtung konsumierten Werken zurück. Na klar, eine Konferenz-Session kann nicht zwei Bücher schlagen, aber… mir schien fast, das ganze hatte ein wenig Methode. Im Grunde demonstrierte Andreas Ecker immer wieder, wie kompliziert das in Javascript alles ist (ohne auf bekannte Techniken und Patterns einzugehen, die das Komplizierte ggf. aufheben), um dann am Ende seines Vortrags seine Lösung zu diesen Problemen zu präsentieren: qooxdoo, another javascript ajax framework in town. Ok, das kann man machen. Allerdings gibt es später dann noch eine reine kuckst-du-Werbesession, da hätte das vielleicht besser hingepasst. Interessant ists trotzdem, also kann man sich das ruhig mal anschauen.

Die zweite Session war allerdings besser. Ich bin ja seit Professionelle Softwareentwicklung mit PHP 5 ein großer Fan von Sebastian Bergmann und empfehle das Buch jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Leider habe ich ja selbst schon nicht mehr viel in PHP programmiert, so war es ganz nett, sich mal eine Auffrischung beim Meister selbst zu holen. Insofern eine wunderbare Session, die ich wirklich genossen habe.

Webmonkey: Perhaps the most difficult part of diving into microformats is providing a clear explanation of what they actually are. The short answer is this: Microformats provide a way to add semantic meaning to HTML tags. Your newly marked-up HTML becomes more valuable not only to browsers and web-enabled applications, but also to the humans who are interacting with your website and its code.

Adding structured data to your site doesn’t need to be complicated or difficult. It can be as simple as adding a handful of attributes to your page — “‘class”and “rel” are the most common.

DriftlabVon den Amis lernen, heisst siegen lernen. Oder so ähnlich. Jedenfalls wolte ich auf jeden Fall noch in einer Session ein paar Leute ohne Stock im Anus sehen, da ist man bei den Flashern natürlich genau richtig. Moritz Bosselmann und Ash Warren präsentieren ein komplettes ihrer Projekte: Chevy Nation. Bei driftlab, das aus nur vier Leuten besteht, macht jeder alles, gezwungenermaßen. Trotzdem verfügt man über hervorragende Kontakte zur Autoindustrie und kann solche Riesenprojekte für mehrere Millionen Dollar wuppen.

Die Jungs bezeichnen das selbst als Glücksfall, denn sie sind eben nicht die hyperprofessionelle Multimillionendollar-Agentur mit Marketing et al. Aber sie können ‘was und sind wirklich engagiert für das, was sie tun. Und genau das gibt den Ausschlag. Dabei machen die Jungs wirklich vieles noch von Hand, bei einer derartig riesigen Seite ein wirkliches Projekt. Und sie haben viele Technken dafür erst während der Entwicklung erfunden oder entdeckt.

Dabei sind die Constraints beinahe erschlagend: alles ist mit Videosequenzen vollgestopft, die von einer anderen Firma angeliefert wurden, driftlab hat daraus die Flashvideos und Stopframes gemacht, die auf der Site zu sehen sind. Da können kleine Änderungen schon Tage dauern und ein wenig Geld kosten. Was dem Auftraggeber wohl aber egal war (Öl und Geld sind wohl zwei Ressourcen, von denen die amerikanische Autoindustrie glaubt, das sie nie ausgehen werden). Sowas gäbe es hierzulande wohl nicht.

OK, das habe ich verstanden, die Keynotes sind die Möglichkeit für die Sponsoren, sich werbend zu präsentieren. Hmm, na gut, meinetwegen, nicht gerade wissenschaftlich aber wohl holitisch. Hier wirds alleridngs richtig haarig, denn Dirk Feuerhelm ist von der Firma 1&1 und dort leitender Entwickler des sogenannten Datawebhouse des Adtargetings, das ist dort, wo all die gehorteten Userdaten wegprofiliert werden, mitunter also die reine Unterwelt.

Und die Adleute werden ja schnell lustig, wenn sie meinen unter ihresgleichen zu sein. Ein kurzes »unter uns…« wird vorrausgeschickt und schon nimmt man kein Blatt mehr vor den Mund. Gruselig. 1&1 sammelt Daten über uns, bspw. durch/für das sogenannte behavourial targeting und zwar nicht zu knapp. Sie sammeln soviel, dass sie das meiste (noch) wegschmeissen müssen, einfach, weil es sich nicht lohnt, alle Daten aufzuheben. Fakten: der dauerhafte Datenbestand beträgt 2,5 Terabyte, pro Tag werden 50 Terabyte Daten gelöscht. Hust! Noch.

Wozu das nun? Um uns die auf uns zugeschnittenen Werbung anzuzeigen, ist ja klar. Die richtige Werbung für unser Alter, für unsere Vorlieben und für unseren Standort (bspw. am Flughafen). Ob wir damit für unsere Werbung selbst verantwortlich sind? Oha.

Da ist der Blick in die Zukunft den der Mann wagt natürlich reiner Horror. Schluck. Da ist von RFID-Chips in Kundenbindungskarten genauso die Rede, wie von LED-Plakaten und dann wieder deren zusammenspiel. Man könnte ja praktisch bald alles mit ‘nem Display überziehen, spätestens dann werden wir natürlich auch mit Werbung überzogen. Solange die Datenschützer nicht dazwischen funken, aber das wolle man erstmal abwarten.

Ach, was reg’ ich mich auf.