Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

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Responsive Images: How they Almost Worked and What We Need

Vorschlag für HTML5-responsive-Images. Ist mir letzte Woche leider durch den TL;DR-Filter gerutscht.

<picture>
        <source src="high-res.jpg" media="min-width: 800px" />
        <source src="mobile.jpg" />
        <!-- Fallback content: -->
        <img src="mobile.jpg" />
</picture>

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… habe ich gestern noch gedacht, als ich den dramatischen Aufruf von Daniel Glazman gelesen und verlinkt habe. Das was Glazman in ernsthaftester Browserwarrhetorik an die Wand malt, die Beerdigung des CSS-Webstandards durch -webkit, ist das wirklich die Realität?

Zunächst einmal die Fakten. Scheinbar ist es so, dass Webentwickler weltweit zu dämlich oder zu faul sind, die für neue und experimentelle Funktionen vorgesehenen Browserprefixe richtig einzusetzen. Offenbar ist bei vielen mit dem Einsatz von -webkit Schluss, dass es auch noch -o, -moz, -khtml und -ms gibt, wissen sie nicht, oder es interessiert sie nicht. Zunächst mal: das müssen ja ein paar schöne Deppen sein, die sowas tun. Nur für einen Browser zu entwickeln, das wäre ja ziemlicher Schwachsinn.

Tatsächlich ist es so, dass viele denken, dass Webkit-Browser die einigen Browser sind, für die man im mobilen Web entwickeln muss. das ist natürlich falsch. Und Webkit ist ja nicht mal ein Browser. Oder ein Browserhersteller (schließlich heissen die Kürzel vendor-prefixex). Eigentlich gibt es gar nicht den einen Webkit:

There are, to my latest count, Safari desktop, Safari iOS, Chrome desktop, Chrome Android, Android WebKit (in various flavours), BlackBerry WebKit, Nokia WebKit (in various flavours), Samsung Dolfin, LG WebKit, Palm Webkit, NetFront WebKit, Obigo WebKit, and UC WebKit. Thirteen browsers, eleven vendors — or fourteen, if you count the Android vendors separately. PPK

Womit Glazman nun droht ist, dass die anderen Browserhersteller anfangen werden, auch -webkit als Präfix zu benutzen (so sie die entsprechende Funktionalität denn anbieten können). Das wäre nun das Ende des Webstandards CSS. Ist es das? Wirklich? Oder ist es vielmehr das Ende der Idee Hersteller-Präfix, die sich in der Praxis offenbar nicht bewährt hat. Der Himmel wird uns wohl nicht auf den Kopf fallen. Und Webkit wird auch nicht die Weltherrschaft an sich reissen.

Vielleicht ist es einfach Zeit, die vendor-prefixes zumTeufel zu jagen und ein beta-Präfix einzufühen, wie PPK es vorschlägt?

Nebenbei bemerkt: das im Laufe der Debatte Lea Verou fälschlicherweise beschuldigt wurde der Präfixfaulheit Vorschub zu leisten… das ist ja fast schon lächerlich.

CALL FOR ACTION: THE OPEN WEB NEEDS YOU *NOW*

Daniel Glazman, Co-Chairman der W3C CSS Working Group mit einem dramatischen Aufruf zur Rettung der Webstandards vor… Webkit!

Let’s start with the basics.

Der Weg zum responsive webdesign als Gipfelsturm.

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Hat eigentlich schon jemand Pathgate gerufen? Klingt nicht so richtig, hm? Dort versucht man nun übrigens den reuigen Sünder zu geben und hat, wer wollte das Gegenteil beweisen, alle bis jetzt angesammelten Adressdaten gelöscht. Naja.

Bei genauerem Nachdenken, haben wir es aber auch nicht nur mit einem Pathgate zu tu, sondern viel mehr mit einem Adressbuchgate. Es wurde schon gestern vielerorts erwähnt, als iOS-Programmierer steht einem das Adressbuch offen wie ein Scheunentor und diese Option wird offenbar fleissig genutzt. Da muss man sich einerseits natürlich fragen, was man sich bei Apple dazu eigentlich denkt, andererseits, welches Gedankengebilde dahinter steckt.

In Sachen Gedankengebilde wurde auch schon angemerkt, dass in der EU bspw. Adresshandel durchaus erlaubt sei und praktiziert werde. Das heisst dann aber auch soviel wie: ich muss damit rechnen, das mir jede x-beliebige App die Kontaktdaten ausräumt und mit den gewonnenen Daten hausieren geht. Ganz toll.

Ich weiss ja nun selbst ziemlich genau schon, das man nicht bei Preisrätseln mitmacht, sich kein kostenloses Probeabo am Hauptbahnhof andrehen lässt, am besten keinen Nachsendeauftrag vergibt beim Umzug und so fort. Alles Maßnahmen, meine eigene Adresse vor der Weitergabe und dem Verkauf zu schützen. Das funktioniert schon nur bedingt, wenn man sich im Umfeld Internet oder gar socialmedia bewegt, zumindest wenn’s um die Emailaddi geht. Durch die pure Benutzung den kompletten Satz gut gepflegter Geschäftskontakte, also Adressen anderer Leute, die keine Chance haben, sich auf irgendeine Art zu wehren, abzuschöpfen hingegen ist meines Erachtens ein krimineller Akt, oder sollte einer sein. Und wenn das common practice ist, hallejulia!

»Tja Du naiver Idiot, da hättest Du auch mal selbst drauf kommen können, hättest Dich und Dein Adressbuch besser schützen sollen« hör ich da schon wieder Leute sagen. Und genauso ist es auch: aber damit verliert das Adressbuch auf dem iPhone seinen Sinn, muss zwangsweise leer bleiben. Das macht das iPhone in Sachen Telefonie allerdings zu einem Ziegelstein, vulgo nutzlos. Das kann ja auch nicht im Sinne der Firma Apple sein.

But Apple can, and should, assure users that no app can read their contact data without their knowledge and explicit permission. I don’t know why this hasn’t always been required, but it probably isn’t a good enough reason to justify the erosion of user trust in iOS apps that this could cause. Marco Arment

Die Antwoord bei Letterman

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Ich beschäftige mich ja nun nicht erst seit gestern mit responsive webdesign, aber diese Woche wird scheinbar eine kleine, aber ungeplante Serie daraus. Nun gut. Nachdem ich mich gestern gefragt habe, in welchen Bereichen die Technik noch fortentwickelt werden muss, um für große resp. kommerzielle Seiten interessant zu werden, will ich mir heute einmal die kritischen Stimmen anhören, die es durchaus auch gibt. Achtung: Meinung voraus…

In Did we lose track of the big picture? malt Thierry Koblentz ein aus seiner Sicht düsteres Bild der Dinge:

I’m afraid to say we’ve lost a few battles. As of today:

  • “responsive design” beats “progressive enhancement”,
  • “multi-device frameworks” beats “basic core support”,
  • “screen-readers” beats “text-based browsers”.

(weiterlesen …)