Wer mit der Entwicklung für das mobile Internet beschäftigt ist, liest und hört viel Text, in denen Worte und Formulierungen wie »wird«, »in Zukunft«, »demnächst«, »in Vorbereitung«, »Quartal X« oder »noch in diesem Jahr« die Hauptrolle spielen. Die Ankündigung hat sich in Sachen mobil zu einer eigenen Textgattung gemausert und man bekommt mithin den Eindruck, dass vielerorts nicht mehr auf Launches oder Produkteinführungen, sondern nur noch auf deren Ankündigung hingearbeitet wird. Im Vergleich zum »release early, release often« des Web 2.0, nun eher ein »talk early, release never«. Gerade nach großen Messen ist es dabei schwierig den Überblick zu behalten, da bspw. angekündigte Produkte von der Messe aus dem letzten Jahr vielleicht noch gar nicht am Markt sind, trotzdem aber schon neue angekündigt werden müssen. Schwierig auseinanderzuhalten ist da, was realer Plan und was feuchter Traum der Produktentwickler ist. Zumal dann auch schon mal das Produkt aus dem Vorvorjahr mit anders angeordneten Knöpfen und unter neuem Namen nochmal gelauncht wird, damit man irgendetwas hat.
Es ist nicht alles Gold, was sich HTML5 nennt. DOM Storage, Application Cache, Datenbanken, beim Storage geht es teilweise noch sehr holprig zu. Die Grenze für Offlinedatenspeicherung liegt doch noch sehr sehr sehr niedrig…
Nachdem Google Motorola gekauft hat und HP webOS verticken will, kommt ganz sicher höchstwahrscheinlich ganz bestimmt richtig Bewegung in den Smartphone-Markt und die mobilen Betriebssysteme. Ein Nachtrag zu meinem t3n-Artikel (der am 31.08. erscheint).
Das sich das Netz entwickelt hat, weg vom Schreibtisch, hin zur Hand- oder Hosentasche, das haben wir nun alle mitbekommen. Seit ein paar Wochen scheinen sich allerorten Leute für die ideale Art der Entwicklung für das mobile Internet entscheiden zu wollen, die Frage lautet: »Web or App«. Da ich mit der Frage ebenfalls schon ein paar Wochen schwanger gehe (ihhh!), hier meine 2 Eurocents und am Schluss zwei Fragen dazu.
Ob das mobile Web nun Spass macht oder nicht, hin und her, dafür zu entwickeln und zu programmieren ist zumindest eine Herausforderung, gegebenenfalls eben für Masochisten. Schnell macht man jedenfalls mit den sog. mobile Proxies der Mobilprovider, für die Sourcecode keinerlei Heiligkeit inne wohnt.